Schwenkkrane vs. Brückenkrane vs. Portalkrane: Die richtige Lösung wählen
Die Frage ist nicht, welcher Krantyp der beste ist. Die Frage ist, welcher Typ zu den konkreten Bedingungen der Anwendung passt. Jeder leistet etwas, was die anderen nicht leisten, und jeder hat Grenzen, die die anderen vermeiden.
Schwenkkrane
Ein Schwenkkran ist ein horizontaler Ausleger, der sich um einen vertikalen Mast dreht. Bodenmontierte Schwenkkrane bieten 200 Grad Drehung. Wandmontierte Schwenkkrane ebenfalls 200 Grad. Vollgelenkige Systeme bieten 360 Grad.
Schwenkkrane sind Werkzeuge auf Arbeitsplatzebene. Sie versorgen einen einzelnen Bediener an einer einzelnen Station. Typische Tragfähigkeiten liegen zwischen 250 Pfund und 2 Tonnen. Auslegerlängen reichen von 8 bis 20 Fuß.
Der Vorteil ist Kosten- und Konstruktionssimpelheit. Ein bodenmontierter Schwenkkran mit manuellem Hebezeug kann je nach Tragfähigkeit und Spannweite innerhalb eines Tages für $3,000–$8,000 installiert werden. Keine Kranbahn, keine Gebäudemodifikation, keine Elektroarbeiten, wenn das Hebezeug manuell oder pneumatisch ist.
Die Grenze ist die Abdeckung. Ein Schwenkkran bedient nur den Bereich innerhalb seines Auslegerradius. Materialfluss, der Lasten über das gesamte Hallenfeld bewegen muss – von Wareneingang zu Arbeitsplatz zu Versand – liegt außerhalb seines Einsatzbereichs.
Brückenkrane
Ein Brückenkran überspannt die gesamte Breite eines Hallenfelds auf erhöhten Kranbahnen. Die Brücke verfährt über die Länge des Felds. Das Hebezeug verfährt über die Breite der Brücke. Ergebnis: rechteckige Vollabdeckung der gesamten Hallenfläche.
Die Tragfähigkeiten reichen von 1/4 Tonne (Arbeitsplatz-Brückenkrane mit geschlossener Schiene) bis 100+ Tonnen (schwere Deckenbrückenkrane mit offener Tragwerksbahn). Leichte Arbeitsplatzsysteme liegen installiert bei $15,000–$50,000. Schwere Systeme: $50,000–$500,000+ abhängig von Tragfähigkeit, Spannweite und Kranbahnlänge.
Voraussetzung ist eine Kranbahnabstützung – entweder über Gebäudesäulen oder eine freistehende Tragstruktur. Gebäude, die nicht auf Kranlasten ausgelegt sind, brauchen eine Tragwerksanalyse und oft Verstärkungen, was erhebliche Zusatzkosten verursacht.
Portalkrane
Ein Portalkran bringt seine Tragstruktur selbst mit. Statt am Gebäude montierter Kranbahnen sitzt die Kranbrücke auf Beinen, die auf Bodenschienen oder Gummireifen laufen.
Portalkrane lösen ein konkretes Problem: Brückenkranabdeckung, wenn die Gebäudestruktur die Last nicht tragen kann. Typisch in älteren Anlagen, Hallen aus Stahlleichtbau und Außenanwendungen.
Die Tragfähigkeiten entsprechen denen von Brückenkranen. Der Kompromiss ist Bodenfläche – Beine und Schienen belegen Raum, den ein am Gebäude montierter Brückenkran nicht verbraucht. Tragbare Portalkrane auf Reifen bieten maximale Flexibilität, aber geringere Tragfähigkeit und Präzision.
Auswahl nach Materialfluss
Der Ausgangspunkt ist der Materialfluss. Wo entstehen die Lasten, wo müssen sie hin und wie viele Stationen berühren sie unterwegs?
Fluss von einem festen Punkt zu einem Arbeitsplatz und zurück: Ein Schwenkkran deckt das ab.
Fluss über das gesamte Hallenfeld – von der Verladerampe über mehrere Stationen bis zum Versand: Gebiet der Brückenkrane.
Das Gebäude kann keinen Brückenkran tragen oder die Anwendung liegt im Außenbereich: Portal.
Als grobe Orientierung gilt: Liegt die Abdeckungsfläche unter 400 Quadratfuß, reicht meist ein Schwenkkran. Über 400 Quadratfuß kommen Brücken- oder Portalkrane ins Spiel.
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