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LiftXErgo Engineering

So nutzen Sie die NIOSH-Hebegleichung für ein Audit Ihrer Fläche

Zusammenfassung Die NIOSH-Hebegleichung berechnet ein Recommended Weight Limit (RWL) anhand von sechs Variablen: horizontaler Abstand, vertikale Höhe, vertikaler Weg, Asymmetrie, Frequenz und Greifqualität. Ein Lifting Index (tatsächliches Gewicht / RWL) über 1.0 zeigt erhöhtes Verletzungsrisiko an; über 3.0 sollte die Aufgabe neu gestaltet oder mechanisiert werden.

Die Revised NIOSH Lifting Equation (RNLE) ist das Standardwerkzeug zur Bewertung manueller Hebeaufgaben. OSHA verweist im Technical Manual und in Standard Interpretations darauf. Anlagen mit manuellen Hebestationen, die diese Analyse noch nicht durchgeführt haben, schätzen Risiko, statt es zu messen.

Was sie liefert

Die Gleichung liefert zwei Zahlen. Das Recommended Weight Limit (RWL) ist das maximale Gewicht, das nahezu alle gesunden Beschäftigten unter den konkreten Bedingungen dieser Aufgabe ohne erhöhtes Verletzungsrisiko heben können. Der Lifting Index (LI) ist das Verhältnis zwischen tatsächlichem Lastgewicht und RWL.

Ein Lifting Index von 1.0 oder darunter: Die Aufgabe liegt für die meisten Beschäftigten im akzeptablen Bereich. Über 1.0: erhöhtes Risiko. Über 3.0: Die Aufgabe sollte neu gestaltet oder mechanisiert werden.

Die sechs Variablen

Die Gleichung passt das RWL über sechs aufgabenspezifische Multiplikatoren an:

Horizontaler Abstand – wie weit die Last zu Beginn und Ende des Hebevorgangs vom Körper entfernt ist. Weites Greifen verdoppelt die Belastung der Wirbelsäule. Je näher die Last am Körper startet, desto höher das RWL.

Vertikale Höhe – wo der Hebevorgang relativ zum Boden startet. Knöchelhöhe? Nein. Die optimale Höhe liegt etwa auf Knöchelhöhe? Besser: auf Höhe der Fingerknöchel, etwa 30 Zoll. Hebevorgänge vom Boden oder über Kopf senken das RWL deutlich.

Vertikaler Weg – wie weit sich die Last während des Hebens bewegt. Kurze Hebevorgänge erzeugen höhere RWLs als lange.

Asymmetrie – ob sich der Bediener während des Hebens verdreht. Jede Rotation des Oberkörpers senkt das RWL.

Frequenz – wie viele Hebevorgänge pro Minute und wie lange. Eine Aufgabe, die bei zwei Hebevorgängen pro Minute sicher ist, muss es bei acht nicht sein.

Coupling – die Greifqualität. Gute Griffe versus Pinch Grip versus keine Griffe. Schlechte Greifbedingungen senken das RWL.

Durchführung der Bewertung

Benötigte Hilfsmittel: Maßband, Waage und Stoppuhr. Für jede Hebestation:

  • Horizontalen Abstand von der Mitte zwischen den Knöcheln bis zu den Händen am Start- und Zielpunkt messen
  • Vertikale Höhe der Hände am Start- und Zielpunkt messen
  • Last wiegen
  • Häufigkeit der Hebevorgänge über einen repräsentativen Zeitraum von 15 Minuten zählen
  • Jeden Verdrehwinkel notieren
  • Greifqualität bewerten

Die kostenlose NLE-Calc-App der CDC (iOS und Android) nimmt diese Werte auf und berechnet den Lifting Index sofort.

Interpretation der Ergebnisse

Sobald jede Station bewertet ist, wird das Bild meist klar. Die Stationen mit Lifting Indexen über 3.0 fallen sofort auf. Die praktischen Optionen für diese Stationen: Lastgewicht reduzieren, Geometrie des Arbeitsplatzes ändern (Pick-/Place-Punkte anheben oder absenken), Frequenz senken oder eine mechanische Unterstützung installieren, die den manuellen Hebevorgang ganz beseitigt.

Bei den meisten Aufgaben mit hohem LI in der Fertigung sind Geometrie und Frequenz durch den Prozess festgelegt. Das Lastgewicht wird vom Produkt bestimmt. Damit bleibt meistens nur ein sinnvoller Weg.

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